WOHNHAUS AM RHEIN

Umbau und Aufstockung

Remagen, 2004-2006

Das Entwurfskonzept für den Umbau des über hundert Jahre alten Wohnhauses entwickelt sich aus der Grenzlage des Gebäudes zwischen dicht gedrängter Altstadt im Süden und Flusspanorama im Norden. Dieser Dualismus wird als Janus-Prinzip in den Entwurfsprozess über-nommen und weiterentwickelt. Unter einem neuen Satteldach wird der konglomerate Gebäudebestand zu einem dreigeschossigen, turmartigen Baukörper zusammengefasst, der gleichzeitig in zwei Richtungen schaut. Dazu wird die ehemals vollkommen fensterlose Altstadtseite geöffnet und der Rheinfront als ebenbürtig gegenübergestellt. Sie erhält ein großes Fenster, das wie ein Auge die Altstadtgasse entlang und dem von dort Kommenden entgegen blickt. Die Altstadtseite wird als intime Seite des Hauses entwickelt. Vom großen Wohn-raum unter dem Dach ist eine Loggia erreichbar, die hoch-sitzartig die Altstadt überblickt. Unten wird hinter Mauern verborgen ein windgeschützter Garten angelegt, zu dem sich die Küche wintergartenartig hin öffnet. Die Rheinseite nimmt Teil am öffentlichen Leben auf der Promenade. Die vorhandene dreiachsige Fassade wird nach oben hin aufgeweitet, um das Haus stärker mit dem Flussraum zu verbinden. Unten entsteht über einem Fragment alter Stadtmauer eine vom Esszimmer aus zugängliche Terrasse.

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Präsentation:  Vorstellung des Umbaus auf dem Tag der Architektur, Juni 2007

Vortrag: Neuordnung des Vorhandenen. Umbau eines Wohnhauses in Remagen am Rhein, Forum Zukunft Bauen, Landesmuseum Mainz, März 2012