SCHULEN IN MITTE

Städebauliche Studie

1998

Die Untersuchung beginnt mit einer Darstellung aller Schulgebäude im Bezirk Berlin-Mitte und der darin untergebrachten schulischen Institutionen von 1800 bis 1998. Die ungeheure Fluktuation der Institutionen durch die zur Verfügung stehenden Schulgebäude über die Jahrhunderte hinweg führt zu der Interpretation der Schulgebäude als Leergut, das immer wieder neu befüllt wird. Daraus ergibt sich die Frage nach den Eigenschaften, die dieses Leergut besitzt, nach den Spielräumen, die der Schulstandort im engen städtischen Gefüge für die ein-ziehende Institution grundsätzlich bereithält.

In einem Modell, das den städtischen Block mit Privatheit, Geborgenheit und Elternhaus assoziiert und den Straßen-raum mit Öffentlichkeit, Ungewissheit und Zukunft wird das Schulgebäude als Schwellen-Ort thematisiert, der beide Sphären miteinander ins Spiel bringt. Die Unter-suchung, wie sich Schulgebäude zum städtischen Block und zum öffentlichen Raum verhalten, zeigt unterschied-liche Ausprägungen dieses Schwellen-Ortes. Neben Schulgebäuden, die völlig im städtischen Block aufgehen und solchen, die sich vollständig im öffentlichen Raum verlieren, werden drei charakteristische Typen von Schulgebäuden aufgezeichnet, die beide Sphären jeweils unterschiedlich miteinander in Beziehung setzen.

1/6